{"id":895,"date":"2017-09-20T15:24:38","date_gmt":"2017-09-20T13:24:38","guid":{"rendered":"https:\/\/paradiesgestaltung.org\/institut\/?page_id=895"},"modified":"2018-12-19T11:57:56","modified_gmt":"2018-12-19T10:57:56","slug":"projekt-dorfladencaf-als-emobilitaetszentrale","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/paradiesgestaltung.org\/institut\/projekte\/projekt-dorfladencaf-als-emobilitaetszentrale\/","title":{"rendered":"Projekt: DorfLadenCaf\u00e9 als eMobilit\u00e4tszentrale"},"content":{"rendered":"<div id=\"dslc-theme-content\"><div id=\"dslc-theme-content-inner\"><p><strong>Dieses Konzept \u201eDorfLadenCaf\u00e9 als eMobilit\u00e4tszentrale\u201c wurde in der Kategorie \u201eIdeen f\u00fcr soziale und technologische Innovationen\u201c mit dem <a href=\"https:\/\/www.vcoe.at\/projekte\/vcoe-mobilitaetspreis-2017\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">VC\u00d6-Mobilit\u00e4tspreis 2017<\/a> ausgezeichnet.<\/strong><\/p>\n<h3>Kurzbeschreibung<\/h3>\n<p>Gemeinden des Burgenlandes und der Steiermark, die in den letzten Jahren eine Verwaisung ihres Ortskernes durch Gesch\u00e4ftsaufgabe von Nahversorgern und Bewirtungsbetrieben erfahren haben, bieten wir den Aufbau eines Dorfladens an, der gleichzeitig als Caf\u00e9, Treffpunkt und Dorfkino fungiert und per elektrisch angetriebenem Kleinbus die regionale Mobilit\u00e4t verbessert und als Mobilit\u00e4tszentrale mit Verleih von eBikes und eLastenr\u00e4dern wirkt, sowie Personen- und G\u00fcter-Transporte in der Region im Stil eines Sammeltaxis per Smartphone-App bereitstellt.<\/p>\n<h3>Der innovative Ansatz<\/h3>\n<p>Das gemeinsame Wirken einer Dorfgemeinschaft im Dorfladen als B\u00fcndelungspunkt f\u00fcr Elemente der Dorfkultur und der regionalen Mobilit\u00e4t bietet gro\u00dfartige M\u00f6glichkeiten, den bevorstehenden sozio\u00f6konomischen Wandel zielgerichtet auf das Gemeinwohl hin zu gestalten. Dies bedarf einer intelligenten Kombination von wirtschaftlichem und b\u00fcrgerschaftlichem Tun und der smarten Nutzung aktueller Produkte aus Elektromobilit\u00e4t, alternativer Energieversorgung und nachhaltiger Produktion sowie zeitnahe Verteilung von Nahrungsmitteln und Kultur. Hierf\u00fcr haben wir eine synergistische L\u00f6sung entwickelt, die sowohl wirtschaftlich tragf\u00e4hig als auch sozial ausgerichtet und \u00f6kologisch optimiert ist.<\/p>\n<h3>Ausgangslage, Problemstellung<\/h3>\n<p>Das vorliegende Konzept will mit einer L\u00f6sung vier aktuelle Probleme kleinerer Ortschaften gleichzeitig und synergistisch anpacken: Erstens gibt es in einer wachsenden Zahl von Ortschaften keine Nahversorger mehr, die Gesch\u00e4fte waren nicht mehr rentabel und haben aufgegeben. Zweitens fehlt es in diesen Ortschaften oft auch an kulturellen Angeboten und selbst Gasth\u00f6fe geben oft auf und hinterlassen leere Ortszentren. Drittens werden durch die damit entstandenen l\u00e4ngeren Fahrten zu Versorgern oder Kultureinrichtungen besonders die Haushalte mit geringerem Einkommen zus\u00e4tzlich belastet. Viertens steht in nur wenigen Jahren durch die laufende Digitalisierung und Roboterisierung der Produktions- und Dienstleistungsbetriebe eine Zunahme der Arbeitslosenzahlen insbesondere auf dem Land bevor.<\/p>\n<h3>L\u00f6sung<\/h3>\n<p>Ein gemeinschaftlich von den ortsans\u00e4ssigen BewohnerInnen betriebener Dorfladen, der abends zus\u00e4tzlich als Caf\u00e9, Treffpunkt und Dorfkino fungiert, soll gleichzeitig auch \u00f6rtliche eMobilit\u00e4tszentrale sein und mit einem eB\u00fcrgerbus und einem eBike- und eLastenrad-Verleih den BewohnerInnen mehr kosteng\u00fcnstige Mobilit\u00e4t erm\u00f6glichen. Durch ein besonderes Bildungsprogramm sollen sie gleichzeitig \u00fcber \u00f6kologische und \u00f6konomische Vorteile gemeinschaftlichen Wirtschaftens und gemeinschaftlicher Mobilit\u00e4tsversorgung informiert werden und mobilisiert werden, an dieser L\u00f6sung aktiv mitzuwirken. Der eB\u00fcrgerbus soll innen und aussen als Werbetr\u00e4ger f\u00fcr ortsans\u00e4ssige Betriebe genutzt werden, die im Gegenzug an seiner Finanzierung mittragen.<\/p>\n<h3>Zu erzielende Ergebnisse<\/h3>\n<p>Verwaiste Ortskerne sollen durch diese L\u00f6sung wieder belebt werden und lebendige Atmosph\u00e4re im Ort schaffen, die auch Besucher von ausw\u00e4rts zum Verweilen animiert. Die Herausforderung, eine solche Einrichtung aufzubauen und aufrechtzuerhalten kann vielen Bewohnern eine Aufgabe und eine Gelegenheit zur Selbstverwirklichung und Anerkennung in der Gemeinschaft bieten. Ein spielerisches Leistungsmonitoring soll laufend stolz darstellen, wieviele G\u00e4ste erfreut und welche Kennzahlen im Sozial- und Umweltbereich erzielt wurden (z.B. Anzahl sinnvoller Arbeitsstunden f\u00fcr das Gemeinwohl, vermiedener CO2-Aussto\u00df und \u00c4hnliches). Unsere Modellrechnung hat ergeben, dass durch die Synergieeffekte unserer smarten Kombination von Dorfladen, Veranstaltungsorganisation und Mobilit\u00e4tszentrale eine kosteng\u00fcnstige \u00f6kologische Mobilit\u00e4tsversorgung m\u00f6glich wird, die f\u00fcr besonders bed\u00fcrftige Haushalte sogar kostenlos gestaltet werden kann.<\/p>\n<h4>\u00d6kologischer Nutzen<\/h4>\n<p>Durch Bereitstellung und Betrieb einer eMobilit\u00e4tszentrale mit elektrischem Kleinbus, eBikes und eLastenr\u00e4dern werden Fahrten mit Verbrennungsmotoren vermieden und entsprechende Fahrzeuge k\u00f6nnen ganz abgeschafft oder zumindest in ein Sharingangebot eingebunden werden.<\/p>\n<p>Das DorfLadenCaf\u00e9 geht aktiv auf die OrtsbewohnerInnen zu und will m\u00f6glichst vielen als fl\u00e4chendeckendes Sammeltaxi mit G\u00fctertransportfunktion die \"Haltestelle direkt an der Haust\u00fcr\" bieten und hilft ihnen, ihre Mobilit\u00e4t bewu\u00dft zu gestalten und wo m\u00f6glich auf eigenen PKW zu verzichten bzw. hilft diese in ein Carsharing einzubinden. Diese Mobilit\u00e4tsversorgung soll das Einzugsgebiet auch an die bestehende \u00d6PNV-Infrastruktur anbinden. Die hier angestrebte L\u00f6sung m\u00f6chte die gemeinschaftliche Elektromobilit\u00e4t im Sammeltaxi-Kleinbus so attraktiv und \"kultig\" machen, dass die Nutzung von privaten PKWs immer uninteressanter wird und so die Zahl der PKW pro Haushalt langfristig zur\u00fcckgeht.<\/p>\n<p>Eine Bezifferung des \u00f6kologischen Nutzens per Leistungskennzahlen soll durch spielerische Eingabe von Nutzungsdaten in eine Smartphone-App bei der Bestellung der Fahrten via \"Gamification\" umgesetzt werden.<\/p>\n<h4 class=\"frage oben-offen \">Erh\u00f6hung der Lebensqualit\u00e4t<\/h4>\n<div class=\"frage oben-offen \">Ein lebendiger Ortskern ist f\u00fcr die empfundene Lebensqualit\u00e4t bekannterma\u00dfen von Bedeutung und Elektromobilit\u00e4t senkt den L\u00e4rmpegel, L\u00e4rm wird von vielen Menschen als die st\u00f6rendste Umweltbelastung empfunden. Sich nach einem fr\u00f6hlichen Abend im Dorfzentrum elektrisch im Sammeltaxi nach Hause fahren zu lassen erh\u00f6ht definitiv die Verkehrssicherheit. Der vorgesehene Kleinbus soll behindertengerecht ausgestaltet werden und auch f\u00fcr einen Rollstuhl Platz bieten.<\/div>\n<h4>Weitere Verbreitung<\/h4>\n<div>Das Konzept soll in 2018 an bis zu drei Standorten umgesetzt werden und seine Alltagstauglichkeit beweisen, um danach als Modell Nachahmer zu finden und diesen die Erfahrungen wenn m\u00f6glich als freie Bildungsmaterialien (Open Educational Resources) zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/div>\n<h3>Finanzierung<\/h3>\n<div>Von den voraussichtlichen Projektkosten in H\u00f6he von \u20ac 240.000 k\u00f6nnen wahrscheinlich \u20ac 42.000 \u00fcber F\u00f6rdermittel abgedeckt werden, f\u00fcr Anschaffungen im Umfang von \u20ac 83.000 w\u00fcrde sich Crowdfunding (\u00e4hnlich B\u00fcrgersolaranlage, B\u00fcrgerbus) eignen, mindestens \u20ac 62.000 sollen im ersten Gesch\u00e4ftsjahr an Erl\u00f6sen erwirtschaftet werden, f\u00fcr Sponsoring scheinen Kostenpunkte im Umfang von \u20ac 25.000 geeignet und die verbleibenden \u20ac 28.000 k\u00f6nnen \u00fcber Kredite finanziert werden.<\/div>\n<div>Die Abkl\u00e4rung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der regionalen Besonderheiten und Herausforderungen braucht die inhaltliche und fachliche Unterst\u00fctzung von Land und Gemeinde.<\/div>\n<h3>Projekttr\u00e4ger, Ansprechpartner, Kooperationspartner<\/h3>\n<div><a href=\"https:\/\/paradiesgestaltung.org\/institut\/impressum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Institut f\u00fcr Paradiesgestaltung<\/a><\/div>\n<h4>Ansprechpartner<\/h4>\n<div>Technische und konzeptuelle Aspekte: <a href=\"https:\/\/paradiesgestaltung.org\/institut\/team\/kurzvita-von-bernhard-harrer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bernhard Harrer<\/a> 0681-81877938<\/div>\n<div>Kommunikations- und Bildungsaspekte: <a href=\"https:\/\/paradiesgestaltung.org\/institut\/team\/sabine-roesler-herzensaufgabe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sabine R\u00f6sler<\/a> 0650-4834809<\/div>\n<div>\n<h4>Kooperationspartner<\/h4>\n<div><a href=\"http:\/\/www.dorfwiki.org\/wiki.cgi?GIVE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Give Forschungsgesellschaft<\/a> - Labor f\u00fcr Globale D\u00f6rfer<\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/www.buch-der-synergie.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Buch der Synergie<\/a><\/div>\n<h4>Materialien<\/h4>\n<div>Hier ist das <a href=\"https:\/\/paradiesgestaltung.org\/institut\/wp-content\/uploads\/DorfLadenCafe-als-eMobilitaetszentrale_Konzept-Info.pdf\">Konzept als PDF zum Download<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Konzept \u201eDorfLadenCaf\u00e9 als eMobilit\u00e4tszentrale\u201c wurde in der Kategorie \u201eIdeen f\u00fcr soziale und technologische Innovationen\u201c mit dem VC\u00d6-Mobilit\u00e4tspreis 2017 ausgezeichnet. Kurzbeschreibung Gemeinden des Burgenlandes und der Steiermark, die in den letzten Jahren eine Verwaisung ihres Ortskernes durch Gesch\u00e4ftsaufgabe von Nahversorgern und Bewirtungsbetrieben erfahren haben, bieten wir den Aufbau eines Dorfladens an, der gleichzeitig als Caf\u00e9, Treffpunkt und Dorfkino fungiert und per elektrisch angetriebenem Kleinbus die regionale Mobilit\u00e4t verbessert und als Mobilit\u00e4tszentrale mit Verleih von eBikes und eLastenr\u00e4dern wirkt, sowie Personen- und G\u00fcter-Transporte in der Region im Stil eines Sammeltaxis per Smartphone-App bereitstellt. Der innovative Ansatz Das gemeinsame Wirken einer Dorfgemeinschaft im Dorfladen als B\u00fcndelungspunkt f\u00fcr Elemente der Dorfkultur und der regionalen Mobilit\u00e4t bietet gro\u00dfartige M\u00f6glichkeiten, den bevorstehenden sozio\u00f6konomischen Wandel zielgerichtet auf das Gemeinwohl hin zu gestalten. Dies bedarf einer intelligenten Kombination von wirtschaftlichem und b\u00fcrgerschaftlichem Tun und der smarten Nutzung aktueller Produkte aus Elektromobilit\u00e4t, alternativer Energieversorgung und nachhaltiger Produktion sowie zeitnahe Verteilung von Nahrungsmitteln und Kultur. Hierf\u00fcr haben wir eine synergistische L\u00f6sung entwickelt, die sowohl wirtschaftlich tragf\u00e4hig als auch sozial ausgerichtet und \u00f6kologisch optimiert ist. Ausgangslage, Problemstellung Das vorliegende Konzept will mit einer L\u00f6sung vier aktuelle Probleme kleinerer Ortschaften gleichzeitig und synergistisch anpacken: Erstens gibt es in einer wachsenden Zahl von Ortschaften keine Nahversorger mehr, die Gesch\u00e4fte waren nicht mehr rentabel und haben aufgegeben. Zweitens fehlt es in diesen Ortschaften oft auch an kulturellen Angeboten und selbst Gasth\u00f6fe geben oft auf und hinterlassen leere Ortszentren. 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